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Hobbytronic, RIP…

Tja, das wars dann wohl. Mittlerweile ist es hoch offiziell: die Hobbytronic fällt in diesem Jahr aus.
Interessant, dass die Wirtschaftskrise zwar für den Tod der Hobbytronic verantwortlich gemacht wird und zeitgleich die Intermodellbau nochmals vergrößert wird…

Ich war auch auf der 2008er, wahrscheinlich also der letzten Hobbytronic. Es lag da auf der Hand, dass es bei dem derzeitigen Konzept auch nicht mehr lange dauern würde, bis da die Türen zugemacht werden und die Hobbytronic vollends in der Intermodellbau aufgehen wird; Firmen wie Conrad z. B. sind ja sowieso schon zur Intermodellbau gewechselt.

Dass das Internet einen nicht unmaßgeblichen Anteil am Niedergang hat, ist klar. So kränkelt ja auch die CeBit; Produkte, die die Firmen wirklich erst auf der CeBit vorstellen, sind ja der Einzelfall geworden. Das ergibt sich aber auch: welche Firma kann es sich in dem Sektor denn noch leisten, nur zu bestimmten Terminen im Jahr neue Produkte vorzustellen? Oder andersherum gedacht: wo früher Messen wie die CeBit und die Berichte in Zeitschriften und Fernsehsendungen darüber, eine der wenigen Möglichkeiten für Hersteller waren, über neue Produkte zu informieren, ist das mit dem Internet viel einfacher, schneller und kostengünstiger möglich.

Aber zurück zur Hobbytronic. Bei meinen ersten Besuchen dort füllte die Hobbytronic noch mehrere Hallen. Da gab es eine Halle, in der explizit keine (!) Computer gab, sondern ausschließlich Bauelemente, Elektronik und Amateurfunk.
Daran, dass diese Dinge überhaupt kein Thema mehr sind, stellt man aber auch zwei Dinge fest: das Basteln ist kaum noch ein Thema.

Aber man muss auch feststellen, dass die “Notwendigkeit” des Bastelns immer weniger besteht. Gab es noch Zeiten, wo gewisse Geräte, wenn es sie denn überhaupt fertig zu kaufen gab, so unendlich teuer waren, dass sie für “Otto-Normalverbraucher” kaum erschwinglich waren. Da fällt mir direkt der WDR Computerclub mit Wolfgang und Wolfgang ein, die sich selbst einen Scanner gebaut haben. Heute dürfte der Materialpreis für so ein Projekt den Anschaffungspreis eines Scanners von der Stange locker übersteigen, da man letzteren wohl mit ein bisschen Glück aus einem beliebigen Haufen “Elektroschrott” ziehen kann.
Scanner, Farbdrucker, Rechnervernetzung, Videoein- und ausgabe, Klangerzeugung, Klangverarbeitung, Spracheingabe, Sprachausgabe,… alles Dinge, die heute mit einem handelsüblichen PC problemlos möglich sind - und zwar ohne großen Aufwand. Gab es früher Macs, für die es Steckkarten mit PC-Hardware gab, um PC-Software auf dem Mac laufen zu lassen, machen wir das heute alles in Software.

Die “Notwendigkeit” hat sich dramatisch verringert. Es gibt natürlich immer noch Spezialanwendungen, bei denen sich das Basteln lohnt - das Stichwort “Messen, Steuern, Regeln” sehe ich heute als ein viel größeres Thema an, als es in den 80ern der Fall war. Hochintegrierte Rechner, Einplatinensysteme, Mikrocontroller mit Netzwerk- und meist Internetzugang sorgen schon und werden in der nächsten Zeit sicherlich noch für eine Vielzahl interessanter Entwicklungen sorgen. Mit der Einführung und (nahezu) flächendeckenden Versorgung mit Breitband-Internet und Flatrates sind schon eine Vielzahl spannender Anwendungen möglich, um “mal eben” von einem quasi beliebigen PC auf Daten von zu Hause zuzugreifen. Nach und nach beginnt im mobilen Bereich auch die Zeit der günstigen und quasi-dauerhaften Internetanbindung, sodass man bald im vorigen Satz “PC” durch “Internet-fähiges Endgerät” ersetzen kann.
Doch in punkto Basteln hat sich noch etwas verändert: das Basteln ist heute technisch nicht mehr auf dem gleichen Stand wie die Serienfertigung. Wer früher einen Computer haben wollte, konnte ihn sich fertig kaufen oder selbst bauen (siehe Apple I und sinclar ZX 81). Die groben Fertigungstechniken ermöglichten es, auch im Bereich der Platinen und dem Prozessor Hand anzulegen. Durch die hochgradige Miniaturisierung ist es dem unbedarften Bastler heute nahezu unmöglich, heutige Bauteile zu verarbeiten. Früher reichte ein Lötkolben, etwas Lackdraht und eine Lochrasterplatine aus und fertig war die Basis für die Hardwarebastelei.

Heute übliche SMD-Bauteile sind gleichzeitig Segen und Fluch: einerseits bescheren sie uns Produkte ungeahnter Winzigkeit, andererseits machen sie das händische Bauen schwer bis unmöglich. Mit Tricks kann man zwar auch SMDs und BGAs verarbeiten, aber das auch nur beschränkt und mit zum Teil recht abenteuerlichen Methoden.

Früher waren jedoch nicht nur die Art der verarbeiteten Bauteile bei Bastlern und Industrie ähnlich, sondern auch die Bauteile selbst. So gibt es durchaus den einen oder anderen Rechner aus den 80ern, der fast oder vollständig aus Standardbauteilen aufgebaut ist.

Basteln ist also im gewissen Sinne eine Nische geworden. Mittlerweile rücken Mikrocontroller aber immer mehr ins Rampenlicht. Das “frei programmierbare Steuerboard für Jedermann in Massenproduktion” könnte viele Bastler und Tüftler zurückholen bzw. Einsteiger motivieren. Der ComputerClub 2 führt ja in Zusammenarbeit mit dem Elektor ein Mikrocontroller-Projekt durch, das wohl von großem Erfolg gekrönt ist.

Die allgemeinen Veränderungen auf dem Elektroniksektor dürften also sicherlich ein Grund für den schleichenden Untergang der Hobbytronic sein.
Allerdings sehe ich auch noch ein Problem: die Hobbytronic zeigte schon vor einigen Jahren einen Trend zur “Ramschmesse” - das mag schon Mitte der 90er angefangen haben. Es gab mehr und mehr Händler, die direkt aus Kisten abverkauft haben oder Bestände ausgemusterter Rechner aufgekauft und die dann auf der Hobbytronic im wahrsten Sinne des Wortes “verramscht” haben. Dieser Trend hat sich in den Jahren fortgesetzt, bis es Händler gab, die scheinbar Elektroschrott zum Tonnenpreis eingekauft haben mögen, um diesen dann möglichst Gewinn bringend loszuwerden und den Rest nach Messeende zu entsorgen. In den letzten paar Jahren war dem nun nicht mehr so: es gibt nun durchaus mehrere Stände, bei denen es (zumindest dem Eindruck und Gefühl nach) funktionierende Gebrauchtware zu vernünftigen Preisen zu kaufen gibt. Das hilft nun allerdings nicht mehr viel, da die Qualität der anderen Stände arg nachgelassen hat.
Bei meinem Rundgang über die 2008er Hobbytronic habe ich mich zwischenzeitlich wie auf einem in meiner Umgebung üblichen Flohmarkt gefühlt: einige Stände mit fast identischem Sortiment, absolute Massen- bzw. Billigware, alle vom optischen Eindruck her nahezu identisch, aber in großer Anzahl vertreten.
Dieses Prinzip schlug nun zu allem Übel auch noch auf die normalen “Computer”-Stände über. Mir als Mac-User bietet die Hobbytronic nun sowieso nicht die Anreize zum Hardwarekauf, aber nach etwas Überlegen fiel mir ein, dass wir beim DRK für einen bestimmten Rechner noch einen USB-Hub gebrauchen könnten. Ich hatte bei einem Kollegen einen schicken Hub von Logitech gesehen und wollte diesen oder einen ähnlichen kaufen.
Hier merkte ich aber schon sehr schnell, worauf die Händler sich eingeschossen haben: Massenmarkt. Mit dem Zunehmen der Nutzung von USB-Sticks und externer USB-Festplatten stieg bei den PC-Nutzern offenbar der Bedarf nach Hubs. So ein Hub ist aber umständlich, wenn man noch ein extra Netzteil braucht. Ein gescheiter Hub lässt einem mittels Anstecken oder nicht-Anstecken eines Netzteils die Wahl, ob ich ihn als aktiven oder passiven Hub betreiben will.
Dass ein aktiver Hub etwas anderes ist als ein passiver Hub und dass sich daraus entsprechend Konsequenzen ergeben, scheint in den Breiten des 08/15-Nutzers aber nicht so angekommen zu sein, weswegen die Händler Hubs ohne Netzgerät verkaufen und dann groß mit “USB-Hub - braucht kein Netzgerät!” werben.
Gut - ich wollte aber einen aktiven Hub - und entschied mich damit erstmals gegen die Masse. Die zweite Entscheidung gegen die Masse fiel dann, als ich mich gegen einen USB-Hub mit blinkenden, bunten LEDs entschied. Die Auswahl sank damit drastisch. Als ich an einer handvoll Ständen immer wieder den gleichen, billigen Noname-Hub in der Hand hielt, war für mich klar, dass ich hier nicht das finden werden würde, was ich suche.
Das war etwas, das früher definitiv anders war. Früher traf man auf der Hobbytronic nicht nur auf eine große Auswahl in Quantität, sondern auch in Qualität. Vom gebrauchten Nadeldrucker bis zum fabrikneuen HP-Laserdrucker, vom 100er-Pack unformatierter Noname-Disketten bis zum edlen BASF-Päckchen mit DOS-formatierten Disketten war alles zu bekommen.

Ich bin mittlerweile völlig davon weg, im Alltag Billigprodukte einzusetzen. Doch allein eine hochwertige Tastatur auf der Hobbytronic zu bekommen schien mir unmöglich - Namen wie Cherry oder Logitech habe ich jedenfalls vergeblich gesucht. Auch kann ich mich nicht entsinnen, einen Stand mit Druckern oder Scannern gesehen zu haben. Offensichtlich ist es nicht das, was die Masse im Moment verlangt. Dafür gibt es eine Hand von “Geht immer gut”-Ständen, die vornehmlich oder ausschließlich die “Trend”-Produkte verkaufen. Waren es in den letzten Jahren “Modding-Zubehör” (Leuchtröhren, leuchtende Lüfter, Gehäuse mit transparenten Elementen) und davor Handyzubehör und noch ein bisschen früher Nachfülltinte, waren es in diesem Jahr kleine ferngesteuerte Hubschrauber.
Früher war es ohne Probleme möglich, am Morgen die Wohnung mit einem leeren Schreibtisch und vollem Geldbeutel zu verlassen und von der Hobbytronic mit einem großen Haufen Paketen zurückzukehren, in denen von Komponente zu Komponente der Wunschcomputer in Hard- und Software enthalten ist und das jeweils mit eine kleinen bis großen Einsparung gegenüber dem regulären Verkaufspreis. Nach meinem Eindruck ist dem nicht mehr so. Es ist zwar durchaus möglich, sich auf der Hobbytronic einen Computer zusammenzustellen, aber man ist in der Produktauswahl für seine Komponenten stark eingeschränkt.
In den letzten Jahren war es auch kein Problem, etwas unüblichere Bauteile zu bekommen. Händler, die z. B. Kabel als Meterware und eine große Auswahl an Steckverbindern anboten, gehörten bis vor ein paar Jahren zum absoluten Standard auf der Hobbytronic. Doch das ist mittlerweile Vergangenheit - dazu ein recht dramatisches Beispiel: wir hatten an unserem Stand Probleme mit einem Stück Hardware auf Basis eines Microcontrollers. Um nun das Problem analysieren zu können, benötigten wir ein Stück Flachbandkabel mit 10-poligem Pfostenstecker-Anschluss; eigentlich ganz einfach - sollte man meinen…
Ich suchte einen Kabelspezialisten auf und entdeckte dort ein recht beachtliches Sortiment - an AKTUELLEN Kabeln, leider nicht mehr.
Aus lauter Not heraus kaufte man dann ein altes USB-Slotblech von ASUS, dem ein solches Kabel beilag.

Ich bin gespannt, was nun mit der Hobby & Elektronik in Stuttgart, die Stuttgarter Version der Hobbytronic passiert; tendenziell lief es dort immer besser, aber ein Abwärtstrend war wohl auch dort zu spüren.

Neues aus dem Bunker

Freanki war so nett, bei seinem letzten Besuch im Bunker ein paar Fotos zu schießen; dort kann man sich einen Eindruck über den aktuellen Stand dort machen.

Palm: sind sie wieder da? Tot geglaubte leben länger

Palm. Dieser Name stand mal für innovative und intuitiv zu bedienende PDAs. Palm hat mit dem Palm Pilot (damals nach der Übernahme durch US Robotics) den ersten kommerziell erfolgreichen PDA vorgestellt, möchte ich sagen, und hat lange Jahre auch den Markt dominiert.
Doch irgendwann fehlten die Innovationen, die Hardware kam außer Mode und man verlor den Anschluss an die Zeit.
Das Betriebssystem der Palms ist technisch veraltet, auch große Teile des UIs sind nicht mehr zeitgemäß. Die letzten Jahre gab es immer wieder Gerangel um die Weiterentwicklung; erst wurden die Hardware- und Softwareabteilung von Palm in zwei Firmen gespalten, dann war fraglich, ob das derzeitige OS überarbeitet werden soll, ob ein fremd-OS eingekauft werden soll oder doch selbst etwas neues entwickelt werden soll.
Die Smartphones blieben technisch hinter den Konkurrenzprodukten zurück. Irgendwann fing Palm dann an, Smartphones mit Windows Mobile zu verkaufen - zur Verwunderung Vieler.
Fehlender Absatz schlug sich imemr wieder in Entlassungen und großen Verlusten wider.
Schließlich stieg nochmal ein Investor ein.
Nach Jahren der Spekulationen, dem Hin und Her, Ankündigen und Revidierungen, hat Palm nun auf der CES 2009 gleich zwei Dinge vorgestellt:
mit webOS ein neues Betriebssystem und mit dem Palm pre direkt das erste Endgerät für dieses Betriebssystem.
Ich habe mir die Aufzeichnung der Keynote von Palm, zu erreichen unter dieser Adresse angeschaut und bin - kurzum - ziemlich beeindruckt.
Man scheint sich wirklich Gedanken gemacht zu haben, man hat in punkto Bedienung von Apple gelernt, aber darüber hinaus auch eigene Ideen umgesetzt. Doch nicht nur in der Bedienung an sich, auch bei den Features haben die Leute von Palm viel vor: das zentrale Ziel von webOS soll es sein, die ganzen Informationen, die man “überall” gespeichert hat, über ein einheitliches Interface erreichbar zu machen; die vorgestellte Konzepte sehen sehr danach aus, als ob Palm hier wieder Innovation ist, wo es auch vor etwa 10 Jahren Standards gesetzt hat: im Bereich der PIM-Anwendungen. Genau der ist meines Erachtens nach der, an dem das iPhone (bisher) (noch) am meisten krankt. PIM heißt zuweilen oftmals nur “ich habe einen Kalender und ich kann Telefonnummern speichern”.
Ich bin sehr gespannt - vor allem auch auf den Preis und würde mich freuen, wenn Palm es schaffen würde, wieder in den Markt zu kommen; das Potential dazu scheint der pre auf alle Fälle zu haben.

Linux - stop holding our kids back

Linux ist toll. Ich nutze es zwar nicht für mein Produktivsystem, aber es hat sicherlich seine Anwendungsbereiche und es ist faszinierend, dass eine einfache Idee es geschafft hat, ein vollständiges Betriebssystem zu produzieren.
Einen (selbst älteren) Rechner hernehmen zu können und ihn kostenlos mit einem vollwertigen Betriebssystem inklusiver zugehöriger Anwendungsprogramme für nahezu alle Zwecke ausstatten zu können, ist großartig.
Ganz anders hat dies wohl eine Lehrerin verstanden, die einen Schüler dabei beobachtet hat, wie er Mitschülern Linux gezeigt und an sie Linux-Distributionen verteilt hat:
Hier ist der Artikel.
Schade, wenn aufkeimendes Interesse für eine Welt abseits von Microsoft so missverstanden wird, schlicht aufgrund massiver Uninformiertheit.

Stromausfall - ultrakurz und Erinnerungen an früher

Heute morgen hatten wir einen Stromausfall. Ich stellte es fest, weil unser Anrufbeantworter nicht mehr eingeschaltet war. Bei der Kontrolle der diversen Geräten mit eingebauter Uhr wurden Erinnerungen an früher wach - und zwar daran, dass vor nicht allzu langer Zeit eigentlich alle Geräte, in die eine Uhr integriert sind, nach jedem kurzen Stromausfall mindestens die Uhrzeit neu programmiert bekommen mussten, wenn nicht gar noch mehr Einstellungen.
Den Stromausfall stellte ich fest, da es unseren Anrufbeantworter (schon ein etwas betagtes Gerät) voll erwischt hat: Nachrichten weg, Ansage weg, und natürlich Uhrzeit / Datum weg.
Seit einiger Zeit ruhen bei uns in sämtlichen Radiowecker-artigen Geräten entsprechende Pufferbatterien, sodass ich heute morgen auch überhaupt geweckt wurde.
Der DVD-Recorder zieht seine Uhrzeit aus dem Antennensignal - hier also kein Problem. Die schnurlosen Telefone haben ihre Uhrzeit im Handgerät gespeichert bzw. bekommen die Uhrzeit aus dem ISDN - auch hier kein Problem.
Am interessantesten hat sich aber der Router verhalten: das Log verrät, dass der Router neu gestartet hat, aber irgendwie reichte die Zeit des Stromausfalls nicht aus, um die Uhrzeit zu vergessen, denn das Log startet mit der korrekten Uhrzeit, aber eben mit der Meldung, dass das System neu startet.

iPhone, Google Calendar und iCal - was ist daran so schwierig?

Gegeben seien:
- iPhone 3G, aktuelle Firmware, kein jailbreak
- iCal auf einem Mac OS X Leopard
- einige private Termine in iCal
- einige geschäftliche Termine in einem Google Calendar

Gesucht:
Eine Möglichkeit, die geschäftlichen Termine des Google Calendars mit iPhone und iCal zu synchronisieren.

“Eigentlich eine einfache Sache”, sollte man denken - wo doch das iPhone gerade im Hinblick auf Synchronisationsfunktionen so hoch gelobt wird.
Nun denn, beschäftigt habe ich mich mit folgenden Möglichkeiten:

NemuSync
Benötigt Jailbreak - fällt also weg.

NuevaSync
Hier simuliert ein (derzeit noch) kostenfreier Dienst einen Exchangeserver, der sich dann wiederum mit dem Google Calendar synchronisiert. Vom Sicherheitsstandpunkt ohnehin schon fragwürdig, darüber hinaus schaltet sich das iPhone damit aber in einen “Exchange-Modus”, was bedeutet, dass der iPhone-Kalender ausschließlich die Termine dieses Exchange-Servers verwalten kann - und diese dann durch die Synchronisierung mit iTunes aber auch NICHT zurück in iCal synchronisiert werden…
Somit ist man also gezwungen, für jeden geschäftlichen Termin das iPhone zu bemühen und umgekehrt kann man seine privaten Termine nur noch am Mac einsehen und verwalten.

GCalDaemon
Technisch die vielversprechendste Methode. Hier werden mit einem kleine Java-CLI-Programm auf Dateisystemebene Events erzeugt / gelöscht, und zwar großzügig konfigurierbar per Polling. Der Wehrmutstropfen: OTA-Sync mit iPhone ist nicht möglich.
In der Praxis erwies sich dieses Progamm aber als echte Nervensäge:
man ist gezwungen, nach jedem Polling die Ergebnisse zu kontrollieren. Termine, die auf beiden Plattformen gelöscht waren, tauchen plötzlich wieder auf, neu angelegte Termine werden mal in die eine, mal in die andere Richtung nicht übernommen, usw.
Nach einem Umstieg von OS 10.4 (für das auch die Anleitung auf der Webseite geschrieben ist) auf 10.5 funktionierte das Programm dramatisch schlechter und entschied sich dann auch mal dazu, den gesamten Kalender bis auf drei Termine leer zu räumen. Selig sind die, die ein Backup machen…

Google Calendar und CalDAV
Heute lese ich, dass Google Calendar nun auch CalDAV spricht, wie auch iCal. Damit ist nun endlich eine “offizielle” Möglichkeit gegeben, um die Synchronisierung zwischen iCal und Google Calendar unter Beibehaltung der privaten Termine zu erreichen. Ich war schon fast dabei, in Freudentaumel zu verfallen, bis ich feststellen musste, dass das iPhone keine CalDAV-Kalender mit iCal synchronisiert…

Bisher also wenig Erfolg Versprechendes…

BusySync und SpanningSync
Habe ich bisher beide noch nicht ausprobiert, da sie beide nicht unerheblich Geld kosten. Jedenfalls ermöglicht weder das eine noch das andere OTA-Sync des iPhones.
Mal schauen, was noch so kommt. So macht das alles in allem jedenfalls keine Lust, den guten alten Palm als PIM-Schlampe zu ersetzen.

Apple, die neuen Rechner, der Mini DisplayPort und S-Video - führt kein Weg zu einander?

Apple hat am 14. Oktober neue Rechner vorgestellt. Das (15″-) MacBook Pro wurde runderneuert, ebenso wie das MacBook. Das MacBook Air hat ein kleines Update bekommen. All diesen Geräten ist eines gemein: eine neue Video-Schnittstelle namens DisplayPort. Diese Technologie ist so neu, dass es überhaupt gerade einmal eine handvoll Produkten gibt, die diesen Anschluss überhaupt erstmal unterstützen, meist jedoch zusätzlich zur DVI- oder VGA-Schnittstelle.
Dieser Anschluss ist sogar so neu, dass man im Internet dazu hauptsächlich Diskussionen in diversen Apple-Foren findet, die sich um eben die neu erschienenen Geräte drehen.
Damit jedoch nicht genug - nicht nur, dass der DisplayPort brandneu ist, hat Apple einen “Mini DisplayPort”-Steckverbinder eingeführt. Nun, hier ist man wenigstens so konsequent und stattet alle Mobilrechner mit dem gleichen Steckertyp aus, womit zu hoffen bleibt, dass die nächsten Rechner (Mac mini, iMac und Mac Pro) als aktuellen Anschluss auch den Mini DisplayPort bekommen.
Bei DisplayPort handelt es sich, anders als bei DVI und VGA, um einen universellen Standard. Welche Signale auf welchen Pins anliegen, ist nicht vorgegeben sondern variabel. Gut, also heißt es neue Adapter kaufen - wer z. B. beim iBook / MacBook die Entwicklung mitgemacht hat, ist das bei dem Weg über Mini VGA zu Mini DVI schon gewohnt.
Den Rest des Eintrags lesen »

Tipp: Thunderbird-Addon “Display Mail User Agent”

Ich würde mich als neugierigen Menschen bezeichnen. Und in meiner Eigenschaft als solcher finde ich es immer nett, zu wissen, welche E-Mail-Software derjenige benutzt, der mir gerade eine E-Mail geschrieben hat. Was Viele vielleicht nicht wissen: die meisten Mail-Programme übermitteln ihren Namen mit der E-Mail. Um diesen zu sehen, musste ich bisher immer einigermaßen mühselig den Quelltext der E-Mail öffnen und nach der entsprechenden Zeile suchen.
Um dem Abhilfe zu schaffen, gibt es ein nettes kleines Thunderbird-Addon namens “Display User Agent”; mit diesem Addon wird in der Kopfzeile einer jeden Mail schön und dezent das Programm-Icon des Programms eingeblendet, den der Sender benutzt hat.
Das Addon gibt es hier.

Tipp: Angry IP Scanner

Nachdem Tim in seinem Blog immer mal wieder Software vorstellt, die er für nützlich hält, will ich nun auch ab und an mal den einen oder anderen Tipp in die Runde werfen.

Heute möchte ich “Angry IP Scanner” vorstellen. Schnell steht man als IT-Mensch mal vor dem Problem: man wird in ein Netzwerk gesteckt und soll $Problem lösen. Alles ist, wie es sich gehört: die Struktur ist nicht dokumentiert und keiner weiß irgendwas.
Nachdem man per DHCP oder anderswie schonmal an eine IP-Adresse im Netz gekommen ist, stellt sich schnell die Frage: wo liegen welche Hosts, wo könnten Server oder Router sein, gibt es überhaupt eine Struktur in den IP-Adressen oder sind die Hosts quer über den Adressbereich verteilt?
Was hilft da? Klar, ein IP-Scanner. Mit IP-Scannern ist ja wie mit einigen anderen Programmgattungen auch: es gibt Exemplare wie Sand am Meer, und die wenigen guten zu finden ist nicht so einfach.

Ich kenne den Angry IP Scanner schon länger und setze ihn auch des öfteren ein, musste dazu bisher aber immer mein vmWare bemühen. Jetzt habe ich durch Zufall gesehen, dass die nun kommende Version 3.0 in Java geschrieben ist und offiziell für Windows, Linux und Mac OS erhältlich ist.
Finden könnt ihr das Programm hier.
Die Mac OS-Version funktioniert auf einem vollständig gepatchten OS 10.5 derzeit nicht, offenbar seit des jüngsten Java-Updates von Apple - es darf aber auch noch Fehler geben, bisher ist das Programm noch im Beta-Stadium ;)

Die Piratenkatze ist unterwegs!

Im Urlaub sah ich im Zoo ein Schild, das den Besucherh anbot, in kleinen Gruppen von etwa 5 Personen ca. 10 Minuten im Gehege “with our cheetahs” zu verbringen - für günstige 40 € im Übrigen. Meine nicht des Englischen mächtige Mutter dachte bei cheetah an Affen, das sicherlich begründet durch den den aus Film und Fernsehen bekannten Schimpansen. Ich wusste, dass “cheetah” kein Schimpanse ist sondern dem Tier ähnelte, das wir da auch im Gehege sahen.
Heute hatte ich die Gelegenheit und wollte aus Google herausbekommen, was “cheetah” heißt. “cheetah” von Englisch nach Deutsch zu übersetzen brachte wenig Erfolg, sodass ich es dann umgekehrt probierte und in Frage kommende Wörter von Deutsch nach Englisch übersetzen ließ.
Dabei wurde ich offenbar Opfer des noch nicht so ganz gut funktionierenden Übersetzungsautomats: “Raubkatze” übersetzt Google sinngemäß mit “pirate cat”.
Wen es interessiert: schließlich wagte ich dann den Gang zum Bücherregal und fragte das gute alte gelb-blaue Wörterbuch - und las nach, dass “cheetah” ein Gepard ist.